Tanja Erhart

Tanja Erhart (sie/ihr),1983 in Österreich geboren und derzeit in London ansässig, definiert sich selbst als weiße, queere und crip - behinderte und chronisch kranke - Tanzkünstlerin, Kulturanthropologin und Aktivistin für intersektionelles Vergnügen. Sie hat international zeitgenössischen Tanz mit Claire Cunningham Projects, Michael Turinsky, Farah Saleh, Candoco Dance Company etc. mitkreiert, vermittelt und aufgeführt. 2022 wurde ihr erstes Tanzstück und interaktiver Tanzfilm j_e_n_g_a mit Katharina Senk uraufgeführt. Tanja ist neugierig auf die Erforschung der Ästhetik des Zugangs in der Bewegung ihrer eigenen drei Bodyminds - mit ihrem Rollstuhl, mit ihren Krücken und einbeinig ohne jegliche Hilfsmittel - und in der Zusammenarbeit mit anderen Bodyminds, während sie unterdrückende Strukturen von Ablismus im Tanz abbaut, indem sie Barrierefreiheit und Care, Erfordernisse und Wünsche von tauben, behinderten, neurodiversen und chronisch kranken Künstler*innen und Publikum in den Mittelpunkt bringt.

Coaching-Angebot:

  • Crip Choreographie - Choreographie und Bewegungsforschung in und mit verschiedenen Körperlichkeiten, mit und ohne Bewegungshilfsmitteln, in diverser Zeit- und Raumgestaltung 
  • Ästhetiken des Zugangs - Eintauchen in die Möglichkeiten kreativer Zugänge für vielfältiges Publikum 
  • Arbeit und Wohlbefinden – online Zusammenarbeit und Residenz in der Natur mit rollstuhlzugänglicher Unterkunft, Entwicklung eines individueln Access & Care Riders, Anlehnung an die Prinzipien des „Pleasure Activism“ von adrienne maree brown

Sprache: Deutsch, Englisch, bei Bedarf mit Deutsch- oder Englisch-Gebärdensprachdolmetscher*in

Foto: Tanja's Krücke als Selfiestick
Foto: Tanja's Krücke als Selfiestick